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Sonderausstellung 2018


 

Panoramen

Das Wort "Panorama" beinhaltet die Begriffe Pan : Alles und horama : sehen. Das Panorama zeigt Bekanntes und Unbekanntes, umfassend und in neuer Sicht. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts stillt das Panorama die "Sehsucht" und das Fernweh der Massen. Rundpanoramen und bewegte Länspanoramen bieten eine vergleichsweise günstige Alternative zum teuren Reisen.

Auch vom Rhein existiert ein Rundpanorama von dem heute noch zwei Tafeln erhalten sind.
Diese Art des Panoramas verliert mit Einzug des Films ihren Reiz. Das typische Rheinpanorama aus der Vogelperspektive erfreut sich jedoch nach wie vor großer Beliebtheit.


Rheinpanoramen

Zu Beginn des Rheintourismus‚ Anfang des 19. Jahrhunderts, gibt es nur eine Möglichkeit ein bleibendes Andenken der Rheinlandschaft zu schaffen. Rheinufer, Orte und Sehenswürdigkeiten müssen gezeichnet werden. Die Originalzeichnungen dienen als Druckvorlage für eine Vielzahl von Rheinpanoramen, auch in kleinerem Format zum Mitnehmen, als Reiseführer für den gebildeten Reisenden, der die vorüberziehende Landschaft nicht nur genießen, sondern auch benennen will.

Das klassische Rheinpanorama, das "Vogelschaupanorama", blickt von oben auf eine fortlaufende, reliefartig dargestellte Flusslandschaft. Traditionell begleiten die Panoramen den Reisenden rheinabwärts von Mainz nach Köln.

Auch heute bietet jeder Kiosk am Rhein Rheinpanoramen in allen Sprachen an; auch in Japanisch und Russisch. Das Titelblatt wird dem Zeitgeschmack angepasst, die Panoramen selbst bleiben oft fast unverändert.


Vogels "Panorama des Rheins"

Um 1830 beauftragt der Frankfurter Unternehmer die zwei Zeichner Johann Fürchtegott Dielmann und Jakob C. Becker ein Panorama des Rheins anzufertigen. Die Zeichnungen sind außergewöhnlich präzise ausgeführt und zeigen den Rhein, seine Ufer, aber auch das, was sich auf dem Wasser bewegt. Orte und Rheinburgen sind in ihrem damaligen Zustand wiedergegeben und stellen ein hervorragendes Zeitzeugnis des Mittelrheins in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts dar. Dielmann zeichnet das rechte, Becker das linke Ufer.

Die Originalzeichnungen befinden sich als Schenkung seit ca. 50 Jahren im Rhein-Museum Koblenz. Zeichnungen von Dielmann sind in der Ausstellung zu sehen.